Kinder des Olymp

Pantomime

Marcel Carnés grandioser Klassiker, der unter schwierigen Bedingungen illegal im Frankreich der Jahre 1943 bis 1945 entstand, ist reinste Kinomagie. Wie könnte es anders sein, es geht um die große Liebe, die im Paris des Jahres 1827 die Schicksale der schönen Garance, des hochbegabten Pantomimen Baptiste, des aufgeblasenen Schauspielers Frederic und des gerissenen Gauners Lacenaire ineinander verwebt.

Baptiste verfällt Garance vollkommen, als er sie vor der Polizei rettet. Obwohl Garance diese Liebe erwidert und nie aufhören wird, ihn zu lieben, lässt sie sich auch mit anderen Männern ein. Als sie aus Paris fliehen muss, weil sie sich in Lacenaires verbrecherische Machenschaften verstrickt, vertraut sich Garance dem Schutz des Grafen Eduard von Monteray an und wird seine Frau. Gebrochenen Herzens heiratet Baptiste Nathalie, die Tochter des Theaterbesitzers, verzehrt sich aber innerlich weiterhin nach Garance. Als diese Jahre später nach Paris zurückkehrt, will sie Baptiste, der inzwischen berühmt geworden ist, unbedingt wiedersehen.


Bei einer Länge von drei Stunden ist Die Kinder des Olymp im wahrsten Sinne des Wortes ein epochales Meisterwerk. Carnés poetischer Film über eine tragische Liebe ist ein zeitloser Klassiker, der bereits Generationen zu Tränen rührte. Die exzellente Schwarz-Weiß-Fotografie fängt hervorragend die melancholisch-märchenhafte Stimmung des Films ein, der ein einziges großes Spiel auf der Bühne des Lebens ist. Das Drehbuch von Jacques Prévert, das durch seine erzählerische Qualität und ungeheuren Reichtum überzeugt, wurde mit einer Oscar-Nominierung bedacht. –Birgit Schwenger


 


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